Der vegane Friedfertige Landbau

Seit über 30 Jahren - die Zukunft für das Leben


 

Das Getreide, aus dem das beliebte Steinmühlenbrot sowie Brötchen, Kuchen und Gebäck gebacken werden, stammt aus Friedfertigem Landbau im Spessart. Auch Gemüse, Kräuter und Salat werden in dieser besonderen Anbauform angebaut. Es ist eine Art der Landwirtschaft, die sich von der heute üblichen Landwirtschaft elementar unterscheidet.

 

Im folgenden Interview haben wir zwei Landwirte im Friedfertigen Landbau, Sebastian Oehling und Josef Oberroither, gebeten, die Grundzüge dieser aussergewöhnlichen Anbauweise zu erklären:


Was sind die besonderen Merkmale des Friedfertigen Landbaus?

Sebastian Oehling, Landwirt: Im Friedfertigen Landbau bringen wir weder Mist noch Gülle, noch künstliche Düngemittel oder Pestizide und auch keine genmanipulierten Samen aus. Zur Stärkung und Düngung des Bodens und der Kulturen verwenden wir reine Natursubstanzen, wie z.B. das im Herbst gefallene Laub, pflanzlichen Kompost oder Gesteinsmehl. Denn die Intelligenz in der Natur weiss am besten, wie gesunde und schmackhafte Früchte zum Wohle vieler heranwachsen können.


Warum gehört tierischer Dünger nicht zu den „Naturdüngern“ im Friedfertigen Landbau?

Josef Oberroither, Apfellandwirt: Im Friedfertigen Landbau betreiben wir keine Nutztierhaltung. Die Lehre des Jesus von Nazareth ist auch das Prinzip der Einheit, zu der alle Lebensformen gehören. Deshalb achten wir die Tiere als Mitgeschöpfe, tragen für sie Sorge, lassen ihnen die Freiheit und verzehren sie nicht! Entsprechend geben wir auch keine Exkremente aus der Nutztierhaltung auf unsere Felder. Allerdings findet man rund um die Felder des Friedfertigen Landbaus viele frei lebende Tiere wie Feldhasen oder Rehe. Sie sind froh über die giftfreie Nahrung und die Hecken, die entlang unserer Felder wachsen. Einen Teil der Ernte lassen wir für diese Tiere stehen, und wir respektieren ihr angestammtes Recht auf Lebensraum.


Weshalb sieht man immer wieder Felder im Friedfertigen Landbau, die nicht bestellt werden, sondern brach liegen?

Sebastian Oehling: Die Natur lehrt uns den Ausgleich zwischen Geben und Empfangen. Entsprechend geben wir den Feldern im Friedfertigen Landbau regelmässige Ruhepausen. Wir beuten die Mutter Erde also nicht aus, sondern lassen ihr eine verdiente Erholungsphase, z.B. ein Brachejahr.


Ist eine gewisse Naturverbundenheit Voraussetzung für diese Anbauweise?

Josef Oberroither: Wir sind überzeugt, dass alles Leben miteinander verbunden ist und in Kommunikation steht. Wir können einen positiven Beitrag dazu leisten, indem wir mit der rechten Gesinnung an die Arbeit gehen. Im Friedfertigen Landbau lernen wir, wieder mit den Feldern, den Kleinstlebewesen im Boden und den Pflanzen zu kommunizieren. Einerlei, was wir tun, wir sind immer vom Leben umgeben. Dieses Leben gilt es für uns Menschen wieder wahrzunehmen.


Sebastian Oehling: Im Friedfertigen Landbau schätzt und pflegt der Landwirt die Felder und all das, was die Erde schenkt. Wenn man bedenkt, wie viele Hürden - z.B. Hitze, Kälte, Trockenheit - eine Pflanze im Jahresverlauf nehmen muss, um uns im Herbst mit Früchten beschenken zu können, dann empfindet man Dankbarkeit, Achtung und Wertschätzung für das, was die Natur uns gibt.

Als Landwirte wissen wir: Ohne das Wirken der Elemente, ohne Sonne, Regen und Wind, vermögen wir nichts. Der Landwirt bestellt und pflegt die Felder, doch Wachstum und Gedeihen, das liegt in Gottes Hand.

 

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